Operation gelungen: Patient lebt! So könnte der Titel für dieses Wohnprojekts im zweiten Wiener Bezirk ebenfalls lauten…
Die ehemalige Bundesanstalt für Pflanzenschutz und Samenkunde im zweiten Wiener Bezirk wurde von BKK-3 (Johnny Winter), Cordula Loidl-Reisch, raum & kommunikation (Robert Korab) für den Wohnbauträger GEWOG revitalisiert, aufgestockt und mit einem Neubau verbunden.

Foto: raum&kommunikation
Die Ausschreibung sah zunächst einen kompletten Abriss vor, da das Gebäude bereits erhebliche Feuchtigkeitsschäden und einige „Schönheitsfehler“ vorwies. Die Architekten entschieden sich allerdings dagegen und sahen im Rahmen einer Teilsanierung die Möglichkeit den Altbau zu erhalten.
Das Wohnprojekt Samba bietet nach Fertigstellung 28 Wohnungen, zwei Lokalen, Gemeinschaftsräumen und einer Tiefgarage mit 17 Stellplätzen Platz.
Aufgrund der Kombination Alt- und Neubau variieren die Ebenen und ergeben dadurch unterschiedliche Wohnungsgrößen und Raumsituationen, die einer Vielzahl von Wohnkonzepten entsprechen. Ebenso die Raumhöhen: der Altbau ist zwischen drei und vier Meter und der Neubau und das Dachgeschoss zweieinhalb Meter hoch.
Die straßenseitige Fassade des erhaltenen Altbaus blieb originalgetreu erhalten. An den beiden Seitenflanken vergrößerte man die ursprünglichen Fensterflächen und errichtete Minibalkone und im Zuge des Umbaus wurde für diesen Teil des Projektes Niedrigenergiehausstandard erreicht.
Der fünfgeschossige Neubau steht vor allem durch die langen Fensterbänder, den offenen Grundrissen und den split-levelartigen Wohnungen und Maisonetten mit Loggia im Kontrast zum Altbau.
Dass die Farbe hier ebenfalls eine entscheidende Rolle spielt, mag auf den ersten Blick nicht so ganz einleuchten, allerdings leistet vor allem das weiße Blechdach einen wichtigen Beitrag gegen die Erwärmung der Stadt, indem es das Sonnenlicht reflektiert.
Ich hoffe, dass in Zukunft dieses Gebäude als Vorzeigebeispiel einigen sanierungsbedürftigen Gebäuden das „Leben retten“ wird…



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