Grüne Architektur in Dänemark

30 06 2009

Urlaubspläne – leicht gemacht! Kann sich bitte jemand erbarmen und für mich so ein handliches Ding schreiben – mit einer Route für den Sommer, wo einem kein Highlight entgeht – geht das? Ich sitze vor einer „To-Visit-Liste“, die bald unendliches Ausmaß annimmt und ich mir nach dem Sommer nochmals Sommer wünsche – bitte!

Ein Highlight auf meiner Liste ist beispielsweise die Ausstellung „Green Architecture for the Future“, die in Dänemark – im Museum Louisiana in Humlebaek – noch bis vierten Oktober Ideen und Arbeiten von mehr als dreißig internationalen Vordenkern grüner Architektur zeigt.

Dänemark machte bereits in den vorangegangen Jahren auf das Thema der Nachhaltigkeit aufmerksam: 2008 bei der Architekturbiennale und das Architekturzentrum zeigte in den vergangenen Jahren mehrere Sonderausstellungen dazu.

An der Schau, die Ideen, Konzepte und Installationen zu den drei Kernthemen „Die Stadt“, „Klima und Komfort“ sowie „Metabolismen“ zeigt, nehmen Behnisch Architekten, Foster + Partners, Ken Yeang, Sauerbruch + Hutton, Lacaton & Vassal und Shigeru Ban teil, ferner Vordenker wie Michael Braungart und William McDonough (die „Väter“ des Cradle to Cradle-Konzepts) und die Ingenieure von Transsolar teil.

Als Dreh- und Angelpunkte der Ausstellung fungieren vier so genannte „Laboratorien“: inhaltliche Schwerpunkte, die je ein Projekt oder das Werk eines Architekturbüros vertiefen.

Die beiden Laboratorien zum Thema „Stadt“ haben das spanische Architekturbüro Ecosistema Urbano sowie Foster + Partners beigesteuert – letztere mit ihrem vieldiskutierten Entwurf für Masdar City in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ferner werden in dieser Abteilung der Ausstellung die Initiative „Rethink Paris“ des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy und Jaime Lerners Wirken in der brasilianischen Metropole Curitiba gezeigt.

Im Mittelpunkt bei „Klima und Komfort“ stehen zwei sehr unterschiedliche Ansätze: Das Ingenieurbüro Transsolar arbeitet seit Jahren erfolgreich mit Architekten – zum Beispiel mit Foster + Partners für das Projekt Masdar – zusammen, um ganzheitliche Energiekonzepte zu verwirklichen. Eher auf künstlerischer Ebene mit dem Thema setzt sich der Pariser Architekt Philippe Rahm auseinander: Er setzt die Betrachter seiner Installationen regelmäßig Extremsituationen wie Hitze, Kälte, gleißendem Licht oder sauerstoffarmer Luft aus und lässt sie so am eigenen Leib erfahren, was der Begriff „Klima“ bedeutet. Auch für „Green Architecture for the Future“ hat Rahm eine eigene Installation realisiert.

„Cradle to Cradle“, das Konzept einer integrierten Kreislaufwirtschaft ganz ohne Abfälle, bildet einen Schwerpunkt des Themenkomplexes „Metabolismen“. Das Laboratorium für diesen Ausstellungsabschnitt haben R&Sie(n) aus Paris beigesteuert. Sie befassen sich bereits seit längerem mit menschlicher Interaktion, biologischen Stoffwechselvorgängen, chemischen Reaktionen und der Frage, wie diese die Architektur beeinflussen können.

Begleitend ist ein Katalog erschienen.


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2 Antworten

10 07 2009
Sebastian Klein

Das hört sich nach einer sehr interessanten und vielseitigen Ausstellung an. Würde mich auch interessieren. Mich zieht es diesen Sommer auch in den hohen Norden. Besuch von Studienfreunden, die sich dort niedergelassen haben. Die Uhren scheinen im skandinavischen Raum sowieso anders zu laufen als in Resteuropa. Sowohl was die Sozialpolitik, als auch die Behandlung von Umweltthemen angeht. Die Lebensqualität soll sehr hoch sein. Aber davon kann ich mir ja bald selbst ein Bild machen.

11 07 2009
ArchitekturBlog

Würde mich auf darauf freuen, wenn du ein paar Eindrücke von deinem Trip postest!Und wünsch dir einen schönen Urlaub!

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