Dachausbau Juchee

3 07 2009

Der Projekttitel JUCHEE, geplant von den dreer2 Architekten steht nicht für Schihütte oder Sprungschanze, sondern ist der Arbeitstitel des Dachausbaus eines Mehrfamilienhauses in Klosterneuburg – und deshalb auch ganz schön passend ;-)


Foto: VELUX Österreich GmbH

Eine bereits bestehende Dachwohnung sollte erweitert werden und dafür wurde die zweite Hälfte des Dachbodens des Klosterneuburger Gründerzeithauses, die bis dato als Lager genutzt wurde, adaptiert und mit der bestehenden Wohnung verbunden.

Der Titel trifft insofern auch gut zu, da die Erweiterung Platz für die Kinder der Bauherren schaffen sollte. Der Umbau öffnet gleichzeitig die Möglichkeit zu einem späteren Zeitpunkt den Bereich in zwei separate Wohneinheiten zu teilen.

Der Bau konnte durch den Einsatz von vorfabrizierten Holzfertigteilen in einer kurzen und kosteneffizienten Bauzeit umgesetzt werden. Stück für Stück erfolgte die Abtragung des alten Bestands und der gleichzeitige Aufbau des neuen Dachstuhls. Die großzügigen Dachflächenfenster und Vorsprünge der neuen Dachform passen sich an die Substanz an und bleibt im Gesamten schlicht und zurückhaltend. Die Dacheindeckung erfolgte in Zinkblech.

Eine hofseitig gelegene, zwölf Quadratmeter große Terrasse rundet das Dachensemble ab und da kann einem schon ein „Juchee“ über die Lippen kommen, wenn einem die luftige Höhe zu Kopfe steigt.


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3 Antworten

3 07 2009
Miriam

Naja, besser spät als nie. Irgendwie ist es bei vielen immer noch üblich den Dachboden als Aberlagerort für Sachen zu verwenden, die man nie wieder brauchen wird. Dabei könnte man da oben so viel realisieren, einen Fitnessraum, ein Spielzimmer, einen Hobbyraum, oder einfach weitere Zimmer und somit mehr Platz zum Leben. Ich glaube der Grund warum das so ist, ist dass viele noch nicht realisiert haben, dass man mit einigen Dachfenstern den Dachboden richtig hell kriegen kann und die paar Heizköper die man dort noch benötigen würde, kosten auch nicht die Welt.

3 07 2009
ArchitekturBlog

Natürlich ist es auch immer wieder eine Kostenfrage – und auch das Fundament muss bei größeren Dachaufbauten überprüft werden – aber wenn alle Fragen geklärt sind, dann steht einem sonnigen Plätzchen gen Himmel nichts mehr im Wege!

10 07 2009
Sebastian Klein

Dachwohnungen sind doch auch beliebt und erziehlen für die Besitzer auch höhere Mieteinnahmen. Trotz allem brauch es Kapital um ein solches Projekt in Angriff zu nehmen. Da den Menschen immer noch die Wirtschaftskrise im Kopf herumschwirrt, wird dieses momentan wohl lieber gehortet.
Aber das „Juchee“ Projekt sieht wirklich gelungen aus, da kann man nichts dagegen sagen.

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