Ein gigantisches Tourismusprojekt in der Wüste der Vereinigten Arabischen Emirate setzt mit österreichischer Kompetenz auf „estidama“…

Bild: Chalabi architects and partners
Eine Art Museum zum Thema Wüste soll bis Ende dieses Jahres nicht nur in architektonischer sondern auch technischer Hinsicht der Welt demonstrieren, wie in der Wüste nachhaltige Konzepte zum Tragen kommen.
Ziel ist es, das arabische Gütesiegel für nachhaltiges Bauen, das „estidama“-Zertifikat, zu sichern. Das Gütesiegel lehnt sich an das amerikanische „LEED“-Zertifizierungsprogramm und soll somit eine ganzheitliche und umweltschonende Art des Bauens und des Gebäudebetriebs garantieren.

Bild: Chalabi architects and partners
Die begehbare Skulptur wurde von dem Architekturteam Chalabi architects and partners mit Sitz in Wien geplant. Das Gebäude, das sich als abstrakte Möbius-Schleife präsentiert und sich um einen Hof windet, stellt beim Durchschreiten Bezüge nach außen und auf andere Ebenen her. Die Schleife, die sich in die Höhe wagt, öffnet ein weites Panorama, das den Besuchern den Blick auf den Safari Park und auf den Gebirgskamm freigibt. Die „eingegrabene“ Schleife hingegen endet in einem schachtartigen Hof, der die geologischen Ebenen und die Wasserquelle freilegt. Das Raumprogramm funktioniert laut Architekten wie eine „Herzkammer“, die den Besucherstrom durch die Schleife durchschleust.

Bild: Chalabi architects and partners
Das Gebäude weist nicht nur in architektonischer Hinsicht Komplexität auf, sondern auch durch die große Zahl unterschiedlicher Energiesysteme. So ist etwa zur Gebäudekühlung ein Solar-Cooling-System gekoppelt mit thermisch aktivierten Bauteilen vorgesehen. Dabei werden von Kaltwasser durchströmte Rohre direkt in die Gebäudestruktur integriert. Zum Vorkühlen der Frischluft wird ein Wärmetauscher in die Erde eingebracht.
Auch bei der Stromversorgung setzt man auf erneuerbare Energie – so soll ein Teil des elektrischen Energiebedarfs mittels Photovoltaik gedeckt werden. Das AIT sorgt anhand von Energiesimulationen in diesem Zusammenhang für die nötigen Nachweise, um den Gesamtenergiebedarf des Sheikh Zayed Desert Learning Centres gegenüber vergleichbaren Gebäuden um 40 Prozent zu reduzieren und somit den Komfort und die Energieeffizienz im Betrieb zu steigern.
Das im Bau befindliche Gebäude soll noch heuer fertiggestellt werden.




Die SC Anlage kommt sogar aus Österreich/Steiermark. Verantwortliche Firma ist S.O.L.I.D. (www.solid.at). Wieder ein Vorzeigebeispiel für grüne Technologie aus Österreich
Vielen Dank für den Hinweis!
Wenn wir schon beim Verteilen der Credits sind; die sehr gelungenen Außenanlagen wurden von den Burschen und Mädels des Büros ‘EGKK Landschaftsarchitektur’ (www.egkk.at) geplant.
Die Landschaftsarchitekten fristen in Österreich oft genug eine Mauerblümchen-Dasein!
lg dietmar
na dann schliess ich mich gleich mal an.
die photovoltaik analge am dach kommt von http://www.ertex-solar.at
Interessant – vielen Dank für den Hinweis!