Cop 15 Pavilion

18 12 2009

Während der Internationalen Klimakonferenz eröffnete kürzlich im nördlichen Hafengebiet Kopenhagens ein temporärer Pavillon der MAPT Architekten als Ausstellungsfläche, das Platz für die „North Harbour Exhibition“ zum Thema Nachhaltigkeit schafft. Ziel der Ausstellung ist es, aufzuzeigen, wie es Kopenhagen schaffen könnte, zu einem Parade-Beispiel einer umweltverträglichen, nachhaltigen Großstadt heranzuwachsen.


Foto: MAPT

Die als „upcycling“ benannte Konstruktion besteht aus gestappelten Container, die mit transparenten Kunststoff- und Sperrholz-Paneelen ausgefacht wurden und somit einen mehrgeschossigen Ausstellungs-Kubus bilden.

Mit der Container-Variante versucht man laut Architekten einerseits auf den Schrottberg in den Häfen weltweit aufmerksam zu machen und gleichzeitig wird deren vielfältige Nutzungsmöglichkeiten demonstriert, andererseits soll der Container-Pavillon als Metapher einer kurzlebigen Gesellschaft dienen, in der Bedürfnisse und deren Erfüllungen, Life-Style und Bevölkerungsdichte einem konstanten Wandel unterliegen.

Die „Wandlungsfähigkeit“ der Container wird sich auch nach Ausstellungsende zeigen, da die Stadtverwaltung Kopenhagens zwei der verwendeten Container weiterhin als Seminarraum und Eventstätte nutzen wird.


Foto: MAPT

Ein Pavillon, der die Recycling-Philosophie einiger Vorgänger teilt, allerdings ist es mit Sicherheit mitunter eines der besten Beispiel, das sich vorbildhaft dem Inhalt der Ausstellung und dem räumlichen Kontext fügt.





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13 12 2009

TISCHE-Stipendien 2010 – ausgeschrieben

 

Die Intention des TISCHE-Programmes ist es, jungen Architektinnen und Architekten unmittelbar nach Abschluss ihrer Ausbildung die Gelegenheit zu geben, in einem kleineren, international aber schon bekannten Architekturbüro entsprechende künstlerische und berufliche Erfahrung zu sammeln. Die Stipendien des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur sind mit monatlich 1.500 Euro für die Dauer von sechs Monaten dotiert.

Einsendeschluss ist der 31.01.2010





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11 12 2009

Architekturpreis 2010 PASSIVHAUS

Das Passivhaus Institut in Darmstadt wird erstmalig im Rahmen der 14. Internationalen Passivhaustagung in Dresden am 28. – 29. Mai 2010 einen Architekturpreis ausloben, bei dem gestalterisch herausragende Bauprojekte prämiert werden, die nach Passivhaus-Standard realisiert worden sind.

Der Architekturpreis (Auszeichnungsverfahren) ist international und für alle Gebäudetypen offen. Mit dem Architekturpreis sollen besonders gut gestaltete Passivhäuser und damit insbesondere auch ihre Entwurfsverfasser ausgezeichnet werden. Bis zum 1. März 2010 können Architekten/Entwurfverfasser ihre Beiträge einreichen.

Und hier geht’s zur Registrierung :-)





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10 12 2009

10 Jahre „Haus der Zukunft“

Heute feiert das Programm „Haus der Zukunft“ im Architekturzentrum Wien sein 10-jähriges Bestehen und seine bedeutende Rolle in der österreichischen Baubranche. Das Programm zählt europaweit zu den erfolgreichsten Forschungsprogrammen im Bereich Nachhaltiges Bauen und hat dazu beigetragen, dass Österreich in diesem
Bereich die Technologieführerschaft besitzt. Das BMVIT lädt dazu ab 18:00 Uhr ein.

Weitere Infos gibt es hier.





Architektur und Tourismus

3 12 2009

Am 1. Dezember wurde der Architekturpreis vis à vis – Vorbildliche Bauten für Kultur, Tourismus und Sport in Oberösterreich vom afo architekturforum oberösterreich vergeben. Von den achzig eingereichten Projekten erhielten dreizehn Projekte eine Auszeichnung.


Foto: Frohring * Ablinger Architekten

Frohring * Ablinger Architekten erhielten beispielsweise für die Sanierung und Erweiterung der Stadtpfarre Wels den Preis der Fachjury. Den Architekten sei es gelungen, einen historischen Stadtraum funktionell und gestalterisch überzeugend weiterzubauen, lautet die Jury-Begründung. Ausgangspunkt waren der schlechte Zustand des alten Pfarrhofes und der Wunsch nach modernen, den Bedürfnissen angepassten Räumlichkeiten. Ost- und Südtrakt des historischen Gebäudes blieben bestehen und wurden nach den Vorgaben des Bundesdenkmalamtes revitalisiert. Der Westtrakt mit den ehemaligen Stallungen wurde abgetragen und an dessen Stelle ein winkelförmiger Zubau errichtet, welcher mit dem Altbau einen geschlossenen Innenhof bildet. Der Zugänge zu den einzelnen Pfarrbereichen sind zentral am neuen Vorplatz situiert.


Foto: RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN

Den Preis des architekturforums oberösterreich gewannen RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN und die Bauherrin, die Linz AG Management Service GmbH. Die Hafenhalle 09 in Linz wurde als herausragendes Beispiel für einen temporären Kulturbau aus Glas und Holz, der sich ästhetisch wie praktisch ideal in die umgebende Industriezone einfügt, präsentiert. Die Hafenhalle wird am Ende des Kulturhauptstadtjahres abgebaut und als Lagerhalle anderwertig verwendet werden.


Foto: Hotel Mühltalhof

Mit dem Energiesparpreis der erdgas oberösterreich wurde das Hotel und Restaurant Mühltalhof von Architekt Klaus Leitner ausgezeichnet.

Alle weiteren Projekte findet man hier.

Die Ausstellung läuft noch bis 12. Dezember 2009 im afo architekturforum oberösterreich.

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Nachdem kurz vor Start der Wintersaison sich alle Schlagzeilen sowieso und überhaupt um Tourismus drehen – und auch die Verleihung des vis à vis-Architekturpreises passender nicht sein könnte – hab ich nach weiterer Recherche zu diesem Thema die Plattform pla’tou entdeckt, die Architektur im Tourismus genau unter die Lupe nimmt und effiziente Lösungen bei der Entwicklung touristischer Bauprojekte fordert.

pla’tou steht für ein interdisziplinäres ExpertInnennetzwerk zum Thema Tourismusarchitektur. Fachleute aus den Bereichen Architektur und Raumplanung, Tourismus und Kulturvermittlung, Wirtschaft und Marketing, sowie Landschaftsplanung und Städtebau erarbeiten gemeinsam Strategien an der Schnittstelle der Wirtschaftsbereiche Architektur und Tourismus. Unterschiedliche Entscheidungsträger auf dem Gebiet touristischer Projektentwicklung tauschen sich in dem Netzwerk aus, um das Bewusstsein für qualitative, zeitgenössische, ökologisch vertretbare und nachhaltige Architektur zu schärfen und einen offenen Zugang zu diesem Thema zu ermöglichen.

Idee und Initiative zu dieser Plattform kommen von Bibiane Hromas, Architektin des Wiener Architekturbüros o.r.t. architektur. pla’tou gibt es bereits seit 2004 und die Plattform bietet bereits eine beachtliche Sammlung an Projekten, Interviews und Forschungsergebnissen zum Thema Architektur im Tourismus.

Eines der Referenzobjekte steht auch bei mir bald Winter-Programm: die Galzigbahn, geplant von driendl*architects am Arlberg!





zeba 09

25 11 2009

„Österreichs 1. Niedrigenergie- und Passivhausmesse“
„zeba steht für zukunft – energie – bauen – architektur.“

Unumstritten ist, dass das Passivhaus langfristig das Haus der Zukunft und bis zum Jahr 2015 werden sich auch die EU Richtlinien an den Energiewerten des Passivhaus orientieren. Leider sieht bis dato die Wirklichkeit anders aus: energieeffizientes Bauen und Sanieren benötigt Fachwissen, um dieses Wissen in die Praxis tatsächlich umzusetzen.

Firmen, die sich dessen bereits verschrieben haben, präsentieren sich ab morgen auf der Messe Innsbruck, um Häuslbauer und auch dem Fachpublikum alles zum Thema Niedrigenergie zu vermitteln.

Im Vordergrund stehen sowohl Neubauten, Sanierungen, Heizungs- und Fenstertausch als auch praxisnahe Beratungen. Die Themenbereiche umfassen somit auch Haustechnik, Gebäudehülle, erneuerbare Energie, Architektur und Projektleitung.

Anhand von Modellen zeigen die anwesenden Profis aus allen Bereichen wie man energieeffizient baut und saniert. Dabei wird aufgezeigt, dass bereits mit kleinen Maßnahmen bis zu 20 Prozent Heizkosten gespart werden können. Auch bei einem alten Haus kann der Energieverbrauch durch fachgerechte Sanierung wie richtiges Dämmen maßgeblich reduziert werden. So gehen bei konventionellen Einfamilienhäusern 35 bis 50 Prozent der Energie über die Außenwände verloren. Eine hocheffiziente Heizungspumpe beispielsweise, verbraucht bei optimalem Betrieb bis zu 80 Prozent weniger Strom. Zusätzliche Vorträge drehen sich bei der zeba 09 um Energieberatung, Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten sowie praktische Detaillösungen.

Zeitgleich mit der zeba 09, am 28. November 2009 findet das 4. Tiroler Passivhaus Forum auf der Messe Innsbruck statt. Beteiligte sind unter anderem die Baufakultät der Universität Innsbruck und die IG Passivhaus Tirol. Themenschwerpunkte sind hierbei „Thermische Sanierung in Richtung Passivhausstandard.“ Fachbesucher haben die Möglichkeit, sich über die neuesten Entwicklungen im energieeffizienten Bauen und Sanieren zu informieren. Das Forum bietet auch eine Exkursion zu Best-Practice Sanierungs-Beispielen. Im Rahmen der Internationalen Kooperationsbörse „Unlimited Affairs“ können internationale Kontakte geknüpft und potentielle Geschäftspartner gefunden werden.


Foto: Treberspurg & Partner Architekten

Ein weiteres Highlight ist die Live-Präsentation des Österreich-Hauses der Olympischen Winterspiele 2010 in Whistler/British Columbia (Kanada), das mit ökologischen Materien und nach den neuesten technischen Standards als Passivhaus errichtet wurde. Das Haus, geplant von Treberspurg & Partner Architekten wird im Februar 2010 eröffnet.





Sunlighthouse – Österreichs ModelHome 2020

20 11 2009

Während Dänemark vom 7. bis 18. Dezember 2009 im Zentrum des weltweiten Klimaschutzes stehen wird, startet Velux Österreich den Bau des CO2-neutralen Einfamilienhauses in Pressbaum.


Foto: VELUX

Dass das Haus eine absolute Vorbildrolle übernehmen wird, habe ich ja bereits im Mai angekündigt, dass der Spatenstich allerdings fast zeitgleich mit der Klima-Konferenz in Kopenhagen und mit der Bekanntgabe der Ergebnisse des Kyoto-Protokolls zusammenfällt – konnte ich nicht voraussehen – auf jeden Fall ein geglückter Moment, um Bewusstsein zu schaffen und ein zukunftsträchtiges Zeichen zu setzen.

Die tragende Konstruktion des Hauses wird in Holzriegelbauweise errichtet und mit Zellulose-Dämmung vollständig ausgefacht. Damit erreicht die Wandstärke 55 Zentimeter. Keller und Fundament werden mit Slagstar Ökobeton gebaut, einem Sekundärrohstoff, der ohne den energie- und CO2-intensiven Brennvorgang hergestellt wird, betont das zuständige Architekturteam Hein-Troy.


Foto: VELUX

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Donau-Uni Krems (Department Bauen und Umwelt) und vom Österreichischen Institut für Baubiologie und -ökologie (IBO). Sämtliche Berechnungen hinsichtlich Energiebilanz und CO2-Kompensation stammen von diesen beiden Institutionen. Deren Zahlen zeigen, wie die ausgeglichene CO2-Bilanz geschafft werden soll.

Mit einem Heizwärmebedarf von 26,7 kWh/m²/Jahr erreicht das Haus nicht Passivhaus-Standard, wird aber dennoch eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung aufweisen. Solarkollektoren sorgen für den überwiegenden Energiebedarf für das Warmwasser, Strom wird von insgesamt 46 Quadratmetern an Photovoltaik-Paneelen erzeugt. Das Haus wird mehr Energie produzieren, als benötigt und ist ein weiteres Projekt von Velux, das somit in die Aktiv-Haus-Serie fällt.

Die Fertigstellung des Hauses ist mit Frühsommer 2010 geplant. Die Baukosten betragen rund 300.000 Euro. Das Haus in Pressbaum soll zunächst ein Jahr lang als Demonstrationsobjekt geführt werden, bevor es verkauft werden soll.





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19 11 2009

17. Wiener Architektur Kongress

Morgen startet der 17. Wiener Architektur Kongress im Architekturzentrum Wien, der sich zwei wichtigen Phänomenen des Städtebaus in Südosteuropa widmet, die mit der Auflösung des sozialistischen Wirtschaftssystems einhergehen: einerseits der raumgreifenden informellen Bautätigkeit, die eine neuartige Form der Urbanisierung darstellt, sowie den Prestigeprojekten, die jede Stadt benötigt, um am globalen Wettstreit der Stararchitekturen teilnehmen zu können. ArchitektInnen, UrbanistInnen und ExpertInnen verschiedener südosteuropäischer Städte gehen diesen Phänomenen der weitgehend unregulierten urbanen Transformationsprozesse nach und diskutieren die Zukunftsfähigkeit der einzelnen Modelle im Fokus der „weltweiten Wirtschaftskrise“.





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18 11 2009

Bei den World Architecture Festival Awards in Barcelona hat das Unilever-Haus in der Hamburger Hafencity den Preis für das beste Bürogebäude der Welt gewonnen. Der Entwurf für die architektonische Gesamtentwicklung stammt von Behnisch Architekten und ist für seine offenen Arbeitsräume und Nachhaltigkeitsaspekte bereits mehrfach ausgezeichnet worden.


Foto: BEHNISCH ARCHITEKTEN

Dank eines speziellen Energiekonzepts hat das Gebäude den Gold Standard im nachhaltigen Bauen erreicht und ist bereits mit dem Bex – Award1 ausgezeichnet.

Es ist weltweit das erste Haus, in dem es  ausschließlich LED-Beleuchtung gibt und kann daher extrem energiesparend betrieben werden.





Wohnhaus St. Johann

12 11 2009

Kostengünstig und energetisch hocheffizient sollte das Haus für eine fünfköpfige Familie im deutschen St. Johann sein. Gegeben waren ein Grundstück in Hanglage und eine ländlich geprägten Satteldachlandschaft in der näheren Umgebung.


Foto: arcguide

Gössel + Kluge Architekten nahmen die Herausforderung an – und realisierten einen Baukörper mit Split-Level zur optimalen Nutzung des Geländes für ebenerdige Austritte in den Garten und sorgten anfangs mit dem ungewöhnlichen Neubau für Furore.

Die großdimensionierten Glasflächen orientieren sich konsequent am Sonnenlauf, unterstützt durch die Grundform des Hauses, die neben einer natürlichen Tiefenbelichtung des Gebäudeinneren auch solare Wärmegewinne in den Wintermonaten ermöglichen. So wird die im Sommer thermisch belastete Südseite durch eine weit auskragende Decke, die im Dachgeschoss einen Teil der dortigen Terrasse und Kindergalerie bildet, geschützt. Auf der Westseite übernehmen diese Aufgabe steuerbare Screen-Behänge.

Vorwiegend geschlossene Wandflächen mit kleinen Öffnungen und eine skulptural gefaltete Dachhaut, die dank einer transparenten Fuge bei nächtlicher Beleuchtung über dem Hauptbaukörper zu schweben scheint, schirmen die anderen Seiten dagegen zur Umgebungsbebauung ab und gewährleisten die Privatheit.


Foto: gk

Der offene Küchen- und Essbereich mit vorgelagerter Terrasse sowie Neben- und Technikräume befinden sich auf der untersten Ebene. Über eine zentral positionierte Treppe gelangen die Bewohner ins mittlere Geschoss, das auch von außen, über den Hauptzugang an der Nordostecke – unterhalb des auskragenden Daches – erreichbar ist. Diese Ebene nimmt sowohl das Elternschlafzimmer als auch den westorientierten Wohnbereich samt einer weiteren Terrasse unterhalb des Dachvorsprungs auf.

Die oberste Ebene des Hauses bietet Platz für die Kinder mit eigenem Bad und einem großzügigem Balkon vor der schrägen Glasfassade zum Tal. Dank der mehrfach gefalteten Dachschale sind auch die Räumlichkeiten dieses Geschosses trotz der geneigten Flächen vollwertig möblierbar und es besteht ausreichend Kopffreiheit. Um den Nutzern in Bezug auf spätere Umbauten ein Höchstmaß an Flexibilität zu garantieren und die Effizienz des Bauwerks zusätzlich zu steigern, konzipierten Gössel + Kluge auch die Außenhaut als modulares System.

Die Hülle besteht im Bereich der geschlossenen Flächen aus einer zweischaligen, hinterlüfteten Konstruktion, die über gute klimatische und isolierende Eigenschaften verfügt und als nahezu wartungsfrei gilt.