MAS | Museum aan de Stroom

13 05 2011

Vertikale Nekropole wird zu Antwerpens neuer Dominante…


Foto: Amaury Henderick

Der 20.000 Quadratmeter große Museumsturm wurde von dem Architektenduo Willem Jan Neutelings und Michiel Riedijk geplant. Leicht und gleichzeitig füllig und schwer präsentiert sich das neue Wahrzeichen im alten Hafengebiet der Stadt mit seinen 65 Metern. Bewusst lehnt die Architektur des MAS sich eng an die der alten Lagerhäuser an, die noch zu Dutzenden die alten Hafenbecken umgeben.

Das MAS besteht aus riesigen, aufeinandergestapelten „Boxen“ aus Naturstein. Jede Box ist gegenüber der darunterliegenden um 90 Grad versetzt, wodurch eine spiralförmige Struktur entsteht. Eine Rolltreppe verbindet sämtliche Stockwerke miteinander. In jedem Stock können die Besucher die Rolltreppe verlassen und einen Museumssaal betreten. Die zurückspringenden Partien zwischen den Boxen sind verglast, wodurch den Besuchern von jedem Stock aus eine Aussicht auf Stadt, Fluss und Hafenbecken gewährt wird – die Stadt selbst wird zu einem Teil des Museums.


Foto: paulbavo

Die Fassaden des Museums aus handgefertigten indischen Steinen sind mit 3.000 Händen aus poliertem Aluminium verziert, die an die Legende über die Entstehung des Namens Antwerpen erinnern sollen. Die geschwungenen Glasscheiben, die den „vertikalen Boulevard“ verkleiden, erinnern hingegen an die Wellen der Schelde.

In den zehn großen „Black Boxes“ wird Geschichte „erzählt“, während man am „MASBoulevard“, der Erschließungszone, die Gegenwart erleben kann. Der Besucher wird quasi in einer Spirale durch die Ausstellung der vergangenen Stadtgeschichte Antwerpens nach oben geführt. Dort befinden sich ein Restaurant, ein Ballsaal und eine Panorama-Terrasse.

Im Erdgeschoss des Museumsgebäudes befinden sich die Eingangshalle mit Informationsschalter, eine Cafeteria und die Abteilung für Logistik, Lagerung und Transport. Im zweiten Geschoss sind Büros untergebracht.

Das Entwurfsziel war die Entwicklung eines energieeffizienten und nachhaltigen Gebäudekonzeptes entsprechend der strengen internationalen Standards für das Innenraumklima von Museen. Daher wurde das Gebäude von den Architekten in unterschiedliche Klimazonen eingeteilt.
Der Platz, der sich vor dem MAS erstreckt, ist Ausstellungsfläche für das umfangreichste Kunstwerk von Luc Tuymans.

Am 17. Mai findet die offizielle Eröffnung statt, ab heute ist das Museum allerdings bereits die nächsten vier Tage morgens bis Mitternacht gratis zugänglich.








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