Kulturwerk am See – Norderstedt

Eine Fabrikruine erwachte 2012 als Kulturraum zum neuen Leben… ehemaliges Kalksandsteinwerk, Norderstedt / Hamburg, 2010
Foto: Klaus Frahm

Die Landesgartenschau 2011 gab den Anstoß, das ehemalige Kalksandsteinwerk der Firma Potenberg zu erwerben und sämtliche Kunst- und Kultureinrichtungen der Stadt zu vereinen. Nach den Plänen der me di um Architekten wurden 2009 die umfangreiche Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen aufgenommen.

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Um die räumlichen Strukturen und den industriellen Charakter zu erhalten, wurde die Fassade mit Kalksandsteinen zum Teil neu verblendet und die Tore durch große Panoramafenster ersetzt. Der frühere Produktionsablauf dient als Grundlage für die Gestaltung des Grundrisses. Die ehemalige Pressenhalle wurde zu einem Veranstaltungssaal umfunktioniert und steht im Zentrum des Kulturwerks. Zudem wurde ehemalige „Verschiebebahn“ des Kalksandsteinwerks zum Foyer umgestaltet. Analog zur linearen Bewegung der ehemaligen Verschiebebahn lassen sich hier auf den Schienensträngen nun mobile Kassen, Tresen und Sitzbänke in Achsrichtung verrücken. Auf einer Seite der langen Vorhalle schließen sich ein kleiner Saal für Lesungen, Seminare oder Kleinkunst, dahinter der große Konzert- und Theatersaal an. Zur anderen Seite wurde das Foyer verlängert und um einen dreigeschossigen Quader ergänzt. Dieser Erweiterungsbau für die Musikschule Norderstedt komplettiert das Gebäudeensemble.

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Foto: Klaus Frahm

Der weiße Würfel der Musikschule soll dabei der ehemaligen Fabrik als modernes Pendant gegenüberstehen und gemeinsam mit dem Kulturwerk ein Ensemble aus Alt und Neu bilden.

Kulturwerk, Norderstedt bei Hamburg, medium-Architekten, Hamburg 2012
Foto: Klaus Frahm

Die Ostfassade fungiert als Schnittstelle zwischen Natur und Gebäude, in dem aus der weitgehend geschlossenen Fassade in regelmäßigen Abständen gelochte Kalksandsteine herausgedreht wurden, die es der Natur ermöglichen sich des Gebäudes zu bemächtigen. Um die Wand zur „lebenden Wand“ werden zu lassen, wurden Nisthilfen für Mauersegler, Fledermäuse und Insekten in das Mauerwerk integriert.

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Eine neue Dachlandschaft verpasste das Team von LOSTINARCHITECTURE einem seit 1902 bestehenden Einfamilienhaus in Klosterneuburg.

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Foto: LOSTINARCHITECTURE

Die Bebauungsbestimmungen und die Größe des Grundstücks veranlassten die Architekten, die gewünschte Vergrößerung des Einfamilienhauses in Form eines gefalteten Stahldachs zu verwirklichen. Im ebenerdigen Bestand, der im Rahmen der Erweiterung saniert wurde, wurde der Wohnbereich adaptiert und zum Garten hin geöffnet. Im neuen Dachgeschoß sind ein weiterer Wohnraum sowie ein Schlafbereich und Sanitärräume untergebracht. Die Struktur ist den Architekten zufolge auf die räumlichen Anforderungen und die Behördenregulierungen zurückzuführen und versteht sich als Reaktion auf die Umgebung.

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Foto: LOSTINARCHITECTURE

Sichtschlitze ermöglichten den Wunsch des Bauherrn, das Haus mit mehr Tageslicht zu durchfluten und die Wohnbereiche vor Einblicken zu schützen. Gleichzeitig eröffnet die Form einen vielfältigen Sichtbezug nach außen.

| Architektur-Shortcuts |

planlos2013

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Zum zweiten Mal wird heuer der planlos-Award von der IG Architektur verliehen.

Es können alle Projekte eingereicht werden, die ein einfaches Kriterium erfüllen: Ihnen müssen „die inkompetentesten und planlosesten Entscheidungen der österreichischen Baukulturzugrunde liegen. Erläuterung der IG Architektur: „Es geht bei planlos2013 nicht um mehr oder weniger gelungene Architektur, sondern um die Voraussetzungen, die das Entstehen von Architektur erschweren oder unmöglich machen.“

Die Gewinner der satirisch-ironisch gemeinten Auszeichnung werden bei der planlos2013-Gala am 11. November im Semper-Depot bekannt gegeben.

Bis zum 15. Oktober können jetzt alle interessierten Bürger Nominierungsvorschläge machen.

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Cukrowicz Nachbaur Architekten verpacken Vorarlberger Landeskunst in Lehm…

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Foto: Hanspeter Schiess

Das neue Vorarlberger Landesmuseum, das im Juni nach dreijähriger Um- und Neubauphase wieder die Kunsttore öffnete, zeigt sich Bregenz nun von seiner facettenreichsten Seite.

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Foto: Hanspeter Schiess

In einem Weiß der Champagnerkreide stellt sich das Museum zur Schau, bestehend aus einem Teil eines gründerzeitlichen Altbaus und einem als Solitär konzipierten Neubau. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde mit zwei Geschossen vertikal erweitert und der fünfgeschossige Neubau direkt angebaut. Der Bestand, die Aufstockung und der Neubau bilden durch die Farbgebung einen klaren, kompakten Baukörper, die sich nur durch die differenzierten Fassadenstrukturen und Oberflächentexturen zu erkennen geben.

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Foto: Adolf Bereuter

Ein flächenfüllendes ornamentales Muster in Betonabguss, bestehend aus 16.656 einzelnen Betonblüten, überzieht die Fassade. Die Keimzelle des blütenartigen Motivs im unendlichen Rapport ist der Boden einer PET-Flasche. Die Blüten wurden von dem Künstler Manfred Alois Mayr entwickelt und nach den Berechnungen von Urs B. Roth so angelegt, dass sich auf jedem Quadratmeter der Fassade exakt 13 Blüten finden.

Am innenliegenden Atrium schließen ringförmig die Ausstellungsebenen Richtung Stadt – und die Verwaltungs- und Büroräumlichkeiten Richtung See an.

Neben einer offen gestalteten Erdgeschosszone mit Foyer und Café sind im ersten Obergeschoss zwei Veranstaltungsräume untergebracht, die auch als Ausstellungsflächen zugeschaltet werden können. Die gesamte Verwaltung wird im Bestand des ersten Obergeschosses organisiert und kann über den bestehenden Eingang von Norden her erschlossen werden. Die obersten drei Geschosse sind reine Ausstellungsgeschosse.

Das gesamte Haus wurde mit Lehmputz ausgekleidet, um dem Anspruch einer „spürbaren Nachhaltigkeit“ gerecht zu werden. Dem Direktor des Hauses, Andreas Rudigier zufolge ist die Wand des Atriums mit 23 Metern die höchste Lehmputzwand weit und breit.

KSEVT

Die Landung eines Noordung’schen „Wohnrads“ im slowenischen Vitanje…

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Foto: Bevk Perovic Arhitekti

Das Buch „Das Problem der Befahrung des Weltraums – der Raketen-Motor“ aus dem Jahre 1929 lieferte nicht, wie es vermuten lässt, den Stoff für einen Sci-Fi-Film, sondern die Grundlage für den Entwurf eines Kulturzentrums für europäische Raumfahrttechnologien, der in Kooperation mit den Architekturbüros Bevk Perovic Arhitekti, Dekleva Gregoric Arhitekti, OFIS architects und Sadar Vuga Arhitekti entstanden ist.

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Foto: Bevk Perovic Arhitekti

Das dynamische Stahlbetongebäude besteht aus zwei niedrigen und ineinander verschobenen Zylindern mit unterschiedlichen Durchmessern und entgegengesetzten Ausrichtungen. Um den größeren der beiden zieht sich eine weitere ringförmige Zylinderfläche, hinter der sich die Fenster und Lichtöffnungen verbergen. Die Fassade ist bis auf die Verglasung im Erdgeschoss und der kreisförmigen Deckenöffnungen mit einer Aluminiumverkleidung versehen.

Der Bau dient sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Aktivitäten und der Auseinandersetzung mit dem Phänomen der „Kultivierung des Weltraumes“. Das sogenannte KSEVT (Kulturno Središče Evropskih Vesoljskih Tehnologij) beherbergt Ausstellungs-, Forschungs- und Konferenzräumlichkeiten.

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Auf einem kleinen Bauplatz, umgeben von einer heterogenen Bebauungsstruktur, entstand 2011 die neue Zweigstelle der Vierländer Bank nach dem Entwurf von Rainer Köberl.

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Foto: btv.at

Ein in die Höhe ragender pyramidenartiger und rundherum verglaster Stahlbetonbau bildet das Gerüst für eine sehr ungewöhnliche Schachbrettfassade inmitten der Tiroler Bergwelt. Das markante Schachbrettmuster aus glasfaserverstärktem Betonrechtecken überzieht das Volumen und sorgt für eine gepixelte Aussicht.

Im Erdgeschoss befinden sich die Arbeitsplätze der Mitarbeiter, der Emfangstresen sowie ein Selbstbedienungsbereich. Einen Stock darüber sind Besprechungsräume sowie eine kleine Terrasse untergebracht. Die oberen zwei Geschosse werden derzeit als Arztpraxis und Speditionsunternehmen weitervermietet.

Um das Gebäude herum schlängelt sich eine Betonmauer, in die kreisförmige Fenster eingeschnitten sind und damit in den öffentlichen Teil der Bank Einblicke gewährt. Zudem schafft sie Raum für einen kleinen, begrünten Innenhof.

2012 wurde das Gebäude mit dem Bauherrenpreis der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs ausgezeichnet.

Holzblock

Bergmeisterwolf „schnitzten“ architektonische Skulptur in Pontives…

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Foto: Bergmeisterwolf

Das Firmenprogramm nahmen die Architekten bei der Planung des Neubaus einer Holzschnitzerei zum Anlass, ein überdimensionales Origami-Objekt an der Gabelung der von Klausen bzw. Bozen kommenden Straßen zu platzieren.

Der aus hölzernen Dreiecken geformte Baukörper beherbergt neben einer Dachgeschosswohnung, einen Verkaufs- und Ausstellungsraum, eine Produktionsstätte, ein Lager und Büros. Der großzügig verglaste Eingangsbereich verschafft ebenso wie die an manchen Stellen durch Glas ersetzten Fassadenteile den Bezug zur bergigen Umgebung.

Im Inneren setzen sich mit Ausnahme des betonierten Stiegenhaus bzw. Liftschafts die Knickungen und Einkerbungen fort.

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Grundriss EG: Bergmeisterwolf