2226

Ein Bürohaus in Lustenau kommt dank elementarer Mittel der Architektur ganz ohne Technik aus…

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Foto: be

Ein schneeweißer Kubus mit 24 x 24 x 24 m Außenkante, der durch geringfügige Versprünge akzentuiert wird, regelmäßig angeordneten Fenstern im Hochformat und einer Wandstärke von 75 cm ist das architektonische Ergebnis des Architekturbüros baumschlager eberle. Damit sorgen sie zu Recht erneut für Aufsehen – das Gebäude kommt aufgrund der Konstruktionsweise, der räumlichen Organisation und eines komplexen Steuerungssystems ganz ohne Heizung, Lüftung und Kühlung aus.

2226 benennt das Temperaturspektrum von 22 bis 26 Grad Celsius, das von den meisten Menschen als angenehm empfunden wird. Die Hülle verfügt über einen zweischaligen Wandaufbau aus jeweils 36 Zentimetern Ziegel, die als Speichermasse dient. Das gesamte Low-Tech-Haus ist so konzipiert, dass möglichst viel Energie in der speicherfähigen Masse gebunden werden kann und ganz ohne Wärmedämmung auskommt. Innen wie außen ist das Gebäude mit reinem Kalk von der Kanisfluh verputzt. Tiefe Fensterlaibungen reduzieren den Wärmeeintrag, innen angeschlagene Lüftungsflügel werden über Sensoren gesteuert, um das Raumklima behaglich zu machen.

2226_Lustenau_Schnitt_Grundriss
Schnitt + Grundriss: be

Im Inneren des sechsgeschossigen Bürogebäudes wurden um ein offenes Zentrum vier versetzte, gemauerte Körper für Treppen, Lift, Nebenräume angeordnet. Die lichte Raumhöhe beträgt 3,40 Meter, im Erdgeschoss gar 4,50 Meter

Neben fremdvermieteten Räumen und Galerie sowie Cafeteria beherbergt das neue Gebäude mit eine Nutzfläche von 2.421 m² auch die Büroräume der Architekten.

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