Sunlighthouse – Österreichs ModelHome 2020

20 11 2009

Während Dänemark vom 7. bis 18. Dezember 2009 im Zentrum des weltweiten Klimaschutzes stehen wird, startet Velux Österreich den Bau des CO2-neutralen Einfamilienhauses in Pressbaum.


Foto: VELUX

Dass das Haus eine absolute Vorbildrolle übernehmen wird, habe ich ja bereits im Mai angekündigt, dass der Spatenstich allerdings fast zeitgleich mit der Klima-Konferenz in Kopenhagen und mit der Bekanntgabe der Ergebnisse des Kyoto-Protokolls zusammenfällt – konnte ich nicht voraussehen – auf jeden Fall ein geglückter Moment, um Bewusstsein zu schaffen und ein zukunftsträchtiges Zeichen zu setzen.

Die tragende Konstruktion des Hauses wird in Holzriegelbauweise errichtet und mit Zellulose-Dämmung vollständig ausgefacht. Damit erreicht die Wandstärke 55 Zentimeter. Keller und Fundament werden mit Slagstar Ökobeton gebaut, einem Sekundärrohstoff, der ohne den energie- und CO2-intensiven Brennvorgang hergestellt wird, betont das zuständige Architekturteam Hein-Troy.


Foto: VELUX

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Donau-Uni Krems (Department Bauen und Umwelt) und vom Österreichischen Institut für Baubiologie und -ökologie (IBO). Sämtliche Berechnungen hinsichtlich Energiebilanz und CO2-Kompensation stammen von diesen beiden Institutionen. Deren Zahlen zeigen, wie die ausgeglichene CO2-Bilanz geschafft werden soll.

Mit einem Heizwärmebedarf von 26,7 kWh/m²/Jahr erreicht das Haus nicht Passivhaus-Standard, wird aber dennoch eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung aufweisen. Solarkollektoren sorgen für den überwiegenden Energiebedarf für das Warmwasser, Strom wird von insgesamt 46 Quadratmetern an Photovoltaik-Paneelen erzeugt. Das Haus wird mehr Energie produzieren, als benötigt und ist ein weiteres Projekt von Velux, das somit in die Aktiv-Haus-Serie fällt.

Die Fertigstellung des Hauses ist mit Frühsommer 2010 geplant. Die Baukosten betragen rund 300.000 Euro. Das Haus in Pressbaum soll zunächst ein Jahr lang als Demonstrationsobjekt geführt werden, bevor es verkauft werden soll.





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19 11 2009

17. Wiener Architektur Kongress

Morgen startet der 17. Wiener Architektur Kongress im Architekturzentrum Wien, der sich zwei wichtigen Phänomenen des Städtebaus in Südosteuropa widmet, die mit der Auflösung des sozialistischen Wirtschaftssystems einhergehen: einerseits der raumgreifenden informellen Bautätigkeit, die eine neuartige Form der Urbanisierung darstellt, sowie den Prestigeprojekten, die jede Stadt benötigt, um am globalen Wettstreit der Stararchitekturen teilnehmen zu können. ArchitektInnen, UrbanistInnen und ExpertInnen verschiedener südosteuropäischer Städte gehen diesen Phänomenen der weitgehend unregulierten urbanen Transformationsprozesse nach und diskutieren die Zukunftsfähigkeit der einzelnen Modelle im Fokus der „weltweiten Wirtschaftskrise“.





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18 11 2009

Bei den World Architecture Festival Awards in Barcelona hat das Unilever-Haus in der Hamburger Hafencity den Preis für das beste Bürogebäude der Welt gewonnen. Der Entwurf für die architektonische Gesamtentwicklung stammt von Behnisch Architekten und ist für seine offenen Arbeitsräume und Nachhaltigkeitsaspekte bereits mehrfach ausgezeichnet worden.


Foto: BEHNISCH ARCHITEKTEN

Dank eines speziellen Energiekonzepts hat das Gebäude den Gold Standard im nachhaltigen Bauen erreicht und ist bereits mit dem Bex – Award1 ausgezeichnet.

Es ist weltweit das erste Haus, in dem es  ausschließlich LED-Beleuchtung gibt und kann daher extrem energiesparend betrieben werden.





Wohnhaus St. Johann

12 11 2009

Kostengünstig und energetisch hocheffizient sollte das Haus für eine fünfköpfige Familie im deutschen St. Johann sein. Gegeben waren ein Grundstück in Hanglage und eine ländlich geprägten Satteldachlandschaft in der näheren Umgebung.


Foto: arcguide

Gössel + Kluge Architekten nahmen die Herausforderung an – und realisierten einen Baukörper mit Split-Level zur optimalen Nutzung des Geländes für ebenerdige Austritte in den Garten und sorgten anfangs mit dem ungewöhnlichen Neubau für Furore.

Die großdimensionierten Glasflächen orientieren sich konsequent am Sonnenlauf, unterstützt durch die Grundform des Hauses, die neben einer natürlichen Tiefenbelichtung des Gebäudeinneren auch solare Wärmegewinne in den Wintermonaten ermöglichen. So wird die im Sommer thermisch belastete Südseite durch eine weit auskragende Decke, die im Dachgeschoss einen Teil der dortigen Terrasse und Kindergalerie bildet, geschützt. Auf der Westseite übernehmen diese Aufgabe steuerbare Screen-Behänge.

Vorwiegend geschlossene Wandflächen mit kleinen Öffnungen und eine skulptural gefaltete Dachhaut, die dank einer transparenten Fuge bei nächtlicher Beleuchtung über dem Hauptbaukörper zu schweben scheint, schirmen die anderen Seiten dagegen zur Umgebungsbebauung ab und gewährleisten die Privatheit.


Foto: gk

Der offene Küchen- und Essbereich mit vorgelagerter Terrasse sowie Neben- und Technikräume befinden sich auf der untersten Ebene. Über eine zentral positionierte Treppe gelangen die Bewohner ins mittlere Geschoss, das auch von außen, über den Hauptzugang an der Nordostecke – unterhalb des auskragenden Daches – erreichbar ist. Diese Ebene nimmt sowohl das Elternschlafzimmer als auch den westorientierten Wohnbereich samt einer weiteren Terrasse unterhalb des Dachvorsprungs auf.

Die oberste Ebene des Hauses bietet Platz für die Kinder mit eigenem Bad und einem großzügigem Balkon vor der schrägen Glasfassade zum Tal. Dank der mehrfach gefalteten Dachschale sind auch die Räumlichkeiten dieses Geschosses trotz der geneigten Flächen vollwertig möblierbar und es besteht ausreichend Kopffreiheit. Um den Nutzern in Bezug auf spätere Umbauten ein Höchstmaß an Flexibilität zu garantieren und die Effizienz des Bauwerks zusätzlich zu steigern, konzipierten Gössel + Kluge auch die Außenhaut als modulares System.

Die Hülle besteht im Bereich der geschlossenen Flächen aus einer zweischaligen, hinterlüfteten Konstruktion, die über gute klimatische und isolierende Eigenschaften verfügt und als nahezu wartungsfrei gilt.





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10 11 2009


Heute startet die Einreichung für den BLUE AWARD, dem internationalen StudentInnen-Wettbewerb für nachhaltige Architektur, der erstmals von der Architekturfakultät der TU Wien ausgelobt wird.

Weitere Infos gibt es hier





Unibrücke

5 11 2009

Der Inn-Salzach-Stil, auch Inn-Salzach-Bauweise genannt, bezeichnet einen typischen Baustil von Altstädten in der Region von Inn und Salzach. Dabei bilden mehrere Häuser durch Scheinfassaden vor dem eigentlichen Dach ein geschlossenes Ensemble. (Quelle: Wikipedia)

unibruecke
Foto: manzlritschsandner.com

Dieser Typus steht räumlich und inhaltlich Pate für einen vorrangig für studentische Nutzer konzipierten Wohnbau mit Büroflächen bzw. einer Gastronomie von Gerhard Manzl, Johann Ritsch und Manfred Sandner. Die Ambivalenz von Außen und Innen erinnert stark an Grundhaltungen des Stils.

Ein auffälliger Monolith, der mich zunächst eine Zollverein-Essen-Zweigstelle dahinter vermuten ließ, landete an der Universitätsbrücke mit einer markant abgeschnittenen Ecke und rhythmisch versetzten Fensteröffnungen. Im beabsichtigten Bruch mit der aus den 1960er und 1980er Jahren stammenden Bebauung wurde deshalb ein Baukörper entwickelt, der nach allen Seiten differenziert auf den Straßenraum reagiert.

Im städtebaulichen Kontext wurde der Baukörper nicht in die umgebende orthogonale Stadtstruktur einfügt, sondern reagierten mit einem nach außen hin homogenen, beruhigten Baukörper. Im großstädtischen Kontext allerdings steht das Objekt zu den „satellitenhaft positionierten Aussenstellen der Innsbrucker Altstadt“, wie beispielsweise dem Turnus-Vereinshaus oder dem Zeughaus.


Foto: manzlritschsandner.com

Der markante haushohe Eingangsschlitz führt in den „Gassenplatz“-artigen Innenraum, der an die Hofsituation der Altstadt anlehnt und sich als andersartige „Innenwelt“ präsentiert. Dem Licht folgende geknickte, gegeneinander verschobene, schrägen Wandscheiben bilden die nach oben offene, überdachte „Gassenhalle“ bzw. „Hallengasse“ und verstärken anhand der vertikalen Eichenlamellenverkleidung den Kontrast zum glatten weißen Feinputz des Äußeren.

 

Der südliche Bereich des Grundstückes und die angrenzenden Grünflächen wurden so ineinander gefügt, dass sich daraus eine durchgehende Landschaft ergibt.





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4 11 2009

UNStudio präsentierten am 2. November die Pläne für den Umbau des alten Postgebäudes am Rotterdamer Hauptbahnhof, dem zukünftigen „House of Lifestyle Brands“:


Foto: UNStudio

Das Video dazu vermittelt allerdings den Eindruck, dass sich diese Welt weniger um Architektur als viel mehr um  attraktive Werbeflächen dreht…





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2 11 2009

BALKAN 09 – FOTOWETTBEWERB

balkan-foto1

Unter dem Titel „Architektur und Urbanismus in Südosteuropa“ ruft das Architekturzentrum Wien zur Teilnahme am Publikums-Fotowettbewerb im Rahmen des diesjährigen Balkan-Schwerpunktes auf.


Weitere Infos: Az W





Eine Fassade tanzt…

28 10 2009

…dem Sonnenschutz zuliebe ;-)

Das zweigeschossiges Ausstellungsgebäude von Giselbrecht und Partner steht ganz im Zeichen der „innovativen Verarbeitung von Metall“, um den Anforderungen des Bauherrn, einem Produzenten von Edelstahleinrichtungen gerecht zu werden. Mehr Raum für die Präsentation der umfangreichen Produktpalette und vor allem deutlich mehr Spielraum für eine flexible Gestaltung der Ausstellung, waren zwei der wichtigsten Kriterien.


Foto: IAA

Ein freigeformter Showroom bildet das Zentrum des Neubau. Das zweigeschossige Foyer wird über einen schmalen Metallsteg erschlossen. Wenige Stützen im Inneren erlauben einen freien Grundriss, sodass die Präsentationsmöglichkeiten nicht eingeschränkt werden.

112 Paneele mit einem Gesamtgewicht von zehn Tonnen bilden die außergewöhnlichen Schattenspender, die sich leicht wie Papier verformen lassen und das das Bild des Gebäudes prägen, das nahezu unendlich viele Gestalten annehmen kann.

Eine völlig neuartige Konstruktion, die aus tragenden und beweglichen Elementen besteht. Tragend sind die an der polygonalen Glasfassade befestigten Edelstahl-Schwerter, auf die senkrechte Edelstahl-Führungsschienen montiert wurden. Die Paneele sind beweglich und können eine Fassadengestaltung von absoluter Geschlossenheit bis zu totaler Transparenz bewirken. Hierbei handelt es sich um perforierte, pulverbeschichtete Leichtmetall-Kassetten. Bei geschlossener Fassade dringt das Licht durch die perforierten Paneele diffus in den Raum.

Insgesamt 56 Motoren und ein BUS/SPS-Steuerungssystem bewegen die Elemente in allen drei Dimensionen stufenlos und sorgen für die unglaubliche Verwandlungsfähigkeit der Fassade. Einige besonders attraktive Positionen sind natürlich fix programmiert und können in eigenen Bewegungs-Sequenzen gleichsam wie ein Film aufgeführt werden.

Die Menge an natürlichem Licht ist für die Produktpräsentation ausreichend. Als Sonnenschutz fungieren die Elemente so gut, dass im Inneren ein angenehmes Klima herrscht und keine zusätzliche Kühlungsenergie benötigt wird. Zum Öffnen werden die Leichtmetall-Kassetten im Sturzbereich nach oben und im Parapetbereich nach unten völlig lautlos gefaltet. In Schrägstellung bilden sie schattenspendende Vordächer. Im völlig geöffneten Zustand kann das Sonnenlicht ungehindert einstrahlen. Diese Position ermöglicht den Besuchern auch einen freien Panoramablick auf die umgebende Landschaft.

Das Gebäude wurde neben dem Austrian Architecture Award 2008 und dem Award des Chicago Athenaeum 2008 auch mit dem diesjährigen ZT.Award, dem Preis für innovative, zukunftsorientierte und partnerschaftliche Planungsprojekte aller Fachbereiche der ZiviltechnikerInnen ausgezeichnet.





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25 10 2009

Der jüngste Neubau in der Wiener City, das „Haus der Europäischen Union“ von ARGE Architekten Tillner & Willinger / Steffel lädt morgen zum Tag der offenen Tür.


Foto: urban-design.at

Weitere Info: kurier.at