Am 1. Dezember wurde der Architekturpreis vis à vis – Vorbildliche Bauten für Kultur, Tourismus und Sport in Oberösterreich vom afo architekturforum oberösterreich vergeben. Von den achzig eingereichten Projekten erhielten dreizehn Projekte eine Auszeichnung.

Foto: Frohring * Ablinger Architekten
Frohring * Ablinger Architekten erhielten beispielsweise für die Sanierung und Erweiterung der Stadtpfarre Wels den Preis der Fachjury. Den Architekten sei es gelungen, einen historischen Stadtraum funktionell und gestalterisch überzeugend weiterzubauen, lautet die Jury-Begründung. Ausgangspunkt waren der schlechte Zustand des alten Pfarrhofes und der Wunsch nach modernen, den Bedürfnissen angepassten Räumlichkeiten. Ost- und Südtrakt des historischen Gebäudes blieben bestehen und wurden nach den Vorgaben des Bundesdenkmalamtes revitalisiert. Der Westtrakt mit den ehemaligen Stallungen wurde abgetragen und an dessen Stelle ein winkelförmiger Zubau errichtet, welcher mit dem Altbau einen geschlossenen Innenhof bildet. Der Zugänge zu den einzelnen Pfarrbereichen sind zentral am neuen Vorplatz situiert.

Foto: RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN
Den Preis des architekturforums oberösterreich gewannen RIEPL RIEPL ARCHITEKTEN und die Bauherrin, die Linz AG Management Service GmbH. Die Hafenhalle 09 in Linz wurde als herausragendes Beispiel für einen temporären Kulturbau aus Glas und Holz, der sich ästhetisch wie praktisch ideal in die umgebende Industriezone einfügt, präsentiert. Die Hafenhalle wird am Ende des Kulturhauptstadtjahres abgebaut und als Lagerhalle anderwertig verwendet werden.

Foto: Hotel Mühltalhof
Mit dem Energiesparpreis der erdgas oberösterreich wurde das Hotel und Restaurant Mühltalhof von Architekt Klaus Leitner ausgezeichnet.
Alle weiteren Projekte findet man hier.
Die Ausstellung läuft noch bis 12. Dezember 2009 im afo architekturforum oberösterreich.
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Nachdem kurz vor Start der Wintersaison sich alle Schlagzeilen sowieso und überhaupt um Tourismus drehen – und auch die Verleihung des vis à vis-Architekturpreises passender nicht sein könnte – hab ich nach weiterer Recherche zu diesem Thema die Plattform pla’tou entdeckt, die Architektur im Tourismus genau unter die Lupe nimmt und effiziente Lösungen bei der Entwicklung touristischer Bauprojekte fordert.

pla’tou steht für ein interdisziplinäres ExpertInnennetzwerk zum Thema Tourismusarchitektur. Fachleute aus den Bereichen Architektur und Raumplanung, Tourismus und Kulturvermittlung, Wirtschaft und Marketing, sowie Landschaftsplanung und Städtebau erarbeiten gemeinsam Strategien an der Schnittstelle der Wirtschaftsbereiche Architektur und Tourismus. Unterschiedliche Entscheidungsträger auf dem Gebiet touristischer Projektentwicklung tauschen sich in dem Netzwerk aus, um das Bewusstsein für qualitative, zeitgenössische, ökologisch vertretbare und nachhaltige Architektur zu schärfen und einen offenen Zugang zu diesem Thema zu ermöglichen.
Idee und Initiative zu dieser Plattform kommen von Bibiane Hromas, Architektin des Wiener Architekturbüros o.r.t. architektur. pla’tou gibt es bereits seit 2004 und die Plattform bietet bereits eine beachtliche Sammlung an Projekten, Interviews und Forschungsergebnissen zum Thema Architektur im Tourismus.
Eines der Referenzobjekte steht auch bei mir bald Winter-Programm: die Galzigbahn, geplant von driendl*architects am Arlberg!
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